Entwicklungsländer

Merkmale der sozioökonomischen Entwicklung

Indikatoren BRD Brasilien Mozambique
Bevölkerungswachstum/Geburtenrate je 1000 bis 12 20-29 40-68
Bruttosozialprodukt über 10000 1500-3000 unter 500
Lebenserwartung über 70 60-69 bis 49
Bevölkerungswachstum
PKWdichte pro 1000 über 200 50-100 unter 5
Telefondichte pro 1000EW über 400 50-100 unter 10
Energieberbrauchin SKE pro Einwohner 1000-2000 1000-2000 unter 100
Rohstoffverbrauchin KG/EW 400-500 unter 100 kA
Anteil der Beschäftigten inder LW in % unter 5 10-25 über 75
Analphabetentum unter 10 10-20 über 60
Ernährung in kJ/Jahr 14500 12000 9000

Definitionen

Industrieland
Land mit einem hohen wirtschaftlichen Entwicklungsstand
Entwicklungsland
Land mit niedrigem wirtschaftlichen Entwicklungsstand, insbesondere mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung (lauf Def. der UNO unter USA, Kanada, Australien, und Westeuropa) bei extrem ungleicher Verteilung
Schwellenland
wirtschaftlich fortgeschritteneres Entwicklungsland, das auf Grund seiner Eigendynamik "an der Schwelle" zum Industrieland steht

Arbeitsblatt

Historische Enticklung von Entwiklungsländern

vorkoloniale Hochkulturen

Amerika

  • Maya
  • Azteken
  • Inka

Afrika

  • Mali
  • Kongo
  • Ägypten

Asien

  • Mongolenreiche
  • Mesopotamien
  • Persisches Reich

koloniale Unterdrückung

  1. Menschenhandel, Menschenraub
    • Dreieckshandel
      • Sklaven (Verkauf, Raub von Menschen) von Afrika nach Amerika für Rohstoffabbau auf Plantagen und Bergwerke
      • Rohstoffe von Amerika nach Europa (vA Baumwolle nach England)
      • Verkauf von Branntwei, Waffen, Glasperlen von Europa (vA England) nach Afrika
    • Afrikaner statt Indianer, da diese Robuster sind
  2. koloniale Ausbeutung
    • Rohstoffquelle
    • Absatzmarkt für industrielle Fertigwaren
  3. Unabhängigkeit
    • politische Unabhängigkeit
    • wirtschaftliche Abhängikeit noch vorhanden
  4. nach dem 2. Weltkrieg (bis ca. 1988)
    • Beginn des Zusammenbruchs des Kolonialsystems
    • 3. Welt als rein politischer Begriff für den 3. Machtblock (weder Kapitalismus noch Sozialismus)
      • Begriff für die ehemaligen Kolonien, die sich nach erlangen der politischen Unabhängigkeit als 3. Kraft in der Weltpolitik sahen
  5. später
    • zunehmende sozioökonomische Differenzierung
      • kaum Aufbau der Grundstoffe- und verarbeitenden Industrie
      • Wirtschaft monostrukturiert (Landwirtschaft und Bergbau)
      • Ausfuhr von Rohstoffen und Einfuh von Fertigwaren
      • Wirkung der "Terms of Trade" :
        • internationales Austauschverhältnis von Importen und Exporten (gibt an wieviele Einheiten Importgüter man für eine Einheit Exportgüter erhält)
      • Preisschere: Preise für
    • seit 60er Jahren: wirtschafltiche Unterschiede zwischen östlichen und westlichen Industrieländern und der 3.Welt werden immer stärker
    • politischer Begriff 3. Welt wird zum wirtschaftlichen
      • steht für unterentwickelte Länder und Unterentwicklung der Technologie und nicht für kulturelle Leistungen
    • neue Differenzierung in 5 Gruppen
Die "Fünf Welten" Merkmale UN-Klassifikation
1. Welt (IL) - sehr gute Lebensbedingungen
- Westliche Entwicklungsländer mit höchstem Entwicklungsstand
- Marktwirtschaft
2. Welt (IL) - östliche Industrieländer mit hohem Entwicklungsstand
- (ehemals) zentrale Planwirtschaft (Staatshandelsländer)
3. Welt (EL) - Schwellenländer
- Rohstoffreiche Entwicklungsländer mit beginnender Industrialisierung
- eigene Nutzung der Rohstoffe
- Aufbau des Industriesektors
- Problem: soziale Entwicklung hält meist mit wirtschaftlicher Entwicklung nicht Schritt
Newly Industrializing Countries (NIC)
4. Welt (EL) - rohstoffarme Entwicklungsländer mit kaum Industrialisierung, da notwendige Infrastruktur und entsprechendes Know-How zur eigenen Nutzung der Rohstoffe fehlt
5. Welt (EL) - ärmste Entwicklungsländer mit ungünstigen Voraussetzungen
- klimatische Ungunstgebiete
- Konflikte, Kriege, unfähige Regierung _
Less/Least Developed Countries (LDC/LLDC)

Entwicklung der Bevölkerung

  • Weltbevölkerung wächst immer stärker
  • Bevölkerungswachstum vA in den Entwicklungsländern
  • Wachstumsrate (Differenz aus Sterbe- und Geburtenrate)

Bevölkerungsbewegungen

  • natürliche (aus geburten/sterberate)
  • räumliche
  • soziale

Verdopplungszeit

  • exponentielles Bevölkerungswachstum -> Bevölkerungsexplosition
  • extrem ungleiche Verteilung der Bevölkerung auf der Erde

China

  • bis 1949 Eindämmung des Bevölkerungswachstums durch
  • explosiionsartiges Wachstum der Bevölkerung seit 1949
  • Einführung der Ein-Kind Ehe
  • Nachteile beim mehr als einem Kind:
    • kein Kindergeld
    • Lohnabzüge
    • Geldstrafen
    • Umzug in kleinere Wohnungen
    • Benachteiligung bei Zuteilung von Land, Urlaub, Aufnahme der Kinder in Schulen und Berufsausbildung

hohe Geburtenrate in Entwicklungsländern

Ursachen:

* Kinder als billige Arbeitskräfte
* Altersvorsorge
* keine Geburtenkontrolle und Planung
* Religiöse Vorstellung: Kinder als Segen Gottes
* gesellschaftliches Ansehen
* traditionelle Verhaltensweisen
* Zahlenmäßige Überlegenheit bei Stammesrivalitäten
* niedriger Lebensstandart

Folgen

* siehe Teufelskreis

Maßnahmen

  • 1-Kind-Ehe

Bevölkeungspyramide

  • Pyramidenform in Entwicklungsländern
  • Glockenform in Schwellenländern
  • Urnenform in Industrieländern

Grüne Revolution

ländliches Entwicklungsprogramm der indischen Regierung zur Sicherung der Nachrungsmittelproduktion für die wachsende indisce Bevölkerung

  • auch für andere Entwicklungsländer ( ZB im Bereich der Tropen)
  • Geld fließt vor Allem in gesicherte Gebiete (Ganges- und Küstenebenen)
  • Ertragssteigerung vor Allem bei Weizen und Reis
  • mehr und mehr cash-crops: früchte die für den Export angebaut werden
  • Indien ist nun statistisch in der Lage sich selbst mit Nahrungsmitteln zu versorgen
  • regionale Disparitäten zwischen bewässerten und unbewässerten Gebeiten werden besser
  • soziale Spannungen werden stärker
  • Unterbeschäftigung durch starke Mechanisierung
  • Chemiesierung: vermehrter Einsatz von Düngemitteln und Pestizden
  • einseitige Bodenauslaugung durch Monokulturn
  • Abholung von Wäldern für Ackerflächen (Pufferfunktion!)
  • Probleme durch genmanipuliertes Saatgut

Staat gibt Kredite für:

  • erhöhte Mechanisierung
  • Bau von Bewässerungsanlagen
  • Kauf von hochwetrtigem Saatgut
  • Düngemittel, Schädlingsbekämpfung

Ursachen für Indiens Entwicklungsstand

  • Ausbeutung in der Kolonial und Commonwealth
  • Religion/Kasten
  • grüne Rev.
  • starker Bevölkerungsanstieg
  • starker Ausbau der Insustrie (IT, Film, …)
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